Magdeburg,

25. September


Salztorstraße   Schönebecker Fußgängerzone mit Schattenseiten +++Biogas:    Energie aus der Börde für Magdeburg +++ Gregor kommt:   Wahlkampf für die Linke +++   Die Regionalgruppe Salzland / Schönebeck des Allgemeinen Behindertenverbandes in Sachsen-Anhalt teilt mit:   Sehr geehrte Damen und Herren,   sicher werden Sie als Vertreterinnen und Vertreter der Presse zu dem Personenkreis gehören, den Herr Oberbürgermeister Haase für den morgigen Freitag, 10.00 Uhr zur Freigabe der Straße „Salztor“ eingeladen hat.   Die Sanierung dieser kurzen Fußgängerzone erfolgt mit Mitteln aus der Städtebauförderung, die die Stadt durch ihre Beteiligung und ihren Sieg beim Landeswettbewerb „Auf dem Weg zu barrierefreien Kommune“ eingeworben hat. Ich erlaube mir, Ihnen zu empfehlen der Einladung des Oberbürgermeisters zu folgen – jedoch auch einem anderen Grund. Sie erhalten die Möglichkeit, die Stadt Schönebeck (Elbe) auf einem wichtigen Schritt in Richtung Schilda oder zu einem ausgewählten Ort des Abenteuerurlaubs für Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen und jungen Eltern mit Kinderwagen zu begleiten. Wenn Herr Oberbürgermeister Haase am morgigen Tag die Straße offiziell freigeben wird, eröffnet er gleichzeitig eine mit Mitteln der barrierefreien Stadt Schönebeck errichtete Hindernisstrecke für Menschen mit Behinderungen.   Nachdem es technisch nicht möglich war, das Straßenniveau anzuheben, um die anliegenden Ladenlokale durchgängig barrierefrei begehbar zu machen, bat der örtliche Behindertenverband zumindest um den Verzicht auf Poller, die sich aus „optischen und ästhetischen Gründen direkt vor dem Salzturm – mitten im Gehwegbereich - befinden und eine Gefahr für jeden sehbehinderten Menschen darstellen. Nach drei langen Verhandlungsrunden und einer Anfrage im Bauausschuss des Stadtrates signalisierte das Bauamt ein Einlenken.   Jedoch verfügte das Stadtoberhaupt noch am Montag (als die Pflasterarbeiten bereits abgeschlossen waren): „Die Poller werden aufgestellt!“. In Beton gegossen wurde der Behindertenverband gestern zur Besichtigung des Dilemmas eingeladen. Als kleines Trostpflaster werden die Poller jetzt in den Abendstunden beleuchtet, was vor allem Blinde Menschen sehr freuen wird…   Bei der Begehung fielen uns aber gleichzeitig Fahrradabstellmöglichkeiten auf, die als Schlitze (30 x 10 cm) im Erdboden ausgeprägt wurden.   Neben Fahrrädern nehmen diese Objekte auch gut die Räder von Rollstühlen, Rollatoren und Kinderwagen auf, bzw. bilden eine gute Grundlage für das Stürzen von Menschen mit Gehhilfen, Taststöcken oder von Passanten, die sich auf die Auslagen der Ladenlokale konzentrieren und nicht mit gesenktem Blick durch die Stadt gehen.   Und sollte der sehbehinderte Mensch hier immer noch nicht gefallen sein, kann er sein Glück immer noch an einer Bank ausprobieren, die ebenfalls nicht wie üblich an einer Gebäudefront, sondern mitten im Laufbereich postiert wird.   Sie sehen – eine Fahrt in die Stadt an der Elbe lohnt sich. Nehmen sie den Termin des Oberbürgermeisters war und nutzen sie die Chance die Ersten zu sein, die über die neuen Barrieren im barrierefreien Schönebeck stolpern!   Sarkastischer Weise wurde auch der Behindertenverband zum Durchschnitt des Bandes eingeladen.   Haben Sie Verständnis, dass kein Interessenvertreter der Menschen mit Behinderungen an der Zeremonie teilnimmt? (… zumal sie wie immer ehrenamtsfreundlich um 10.00 Uhr stattfindet…)   Da wir uns also morgen nicht „am Poller“ oder „im Fahrradschlitz“ treffen – stehe ich Ihnen für Rückfragen (nach meiner hauptamtlichen Arbeit - ab 15.30 Uhr) unter 0171/3422118 zur Verfügung.   Mit freundlichem Gruß   Frank Schiwek   Vorsitzender der ABiSA – Regionalgruppe   Salzland / Schönebeck   

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